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Die Glasmalerei Geyling kann auf eine lange traditionsreiche Geschichte zurückblicken, beginnend mit der Gründung der Werkstätte für Kunstverglasung und Glasmalerei im Jahr 1841 durch Carl Geyling.
Carl Geyling, geboren 1814 in Wien, entstammte einer k.u.k. Hofzimmermalerfamilie und war ursprünglich Landschaftsmaler. Ein Auftrag für das kaiserliche Lustschloss in Laxenburg, österreichische Landschaften auf Glas zu malen, brachte ihn mit der Glasmalerei in Verbindung - ein Kunstzweig, der in der Gotik in Hochblüte stand, dann aber völlig in Vergessenheit geriet. In der Folge brachten zahlreiche Auftragsarbeiten in Kirchen und Adelshäusern Wiens und den Ländern der damaligen Monarchie der Werkstätte bald einen internationalen Ruf und somit Aufträge aus Paris, Nancy, Nicopol (Russland) und Krakau ein.
Nach dem Tod von Carl Geyling 1880, übernahm sein Neffe Prof. Rudolf Geyling die künstlerische Leitung der Glasmalereiwerkstätte - die kommerzielle übertrug er Alois Löw.
In den 20 Jahren seiner Leitung von "Carl Geyling´s Erben" entstanden unzählige Glasarbeiten für Kirchen, öffentliche Bauten und Privathäuser in ganz Europa. Und manchmal auch darüber hinaus. Allein im Jahr 1884 schuf die Werkstätte ca. 200 Kirchenfenster und über 1200 Fenster für Privatbauten.
Im Laufe des ersten Weltkriegs...
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